Grünes Licht für den nächsten ICE-Abschnitt: Viergleisiger Ausbau zwischen Nürnberg und Bamberg abgeschlossen
Der lang ersehnte Ausbau der ICE-Strecke zwischen München und Berlin erreicht einen weiteren Meilenstein: Die nun viergleisige Trasse zwischen Nürnberg und Bamberg wurde feierlich in Betrieb genommen. Mit einer Investition von rund zwei Milliarden Euro von Bund, Freistaat Bayern, Kommunen und der Deutschen Bahn ist das Projekt ein wesentlicher Schritt, um den Bahnverkehr in der Region und deutschlandweit zu optimieren. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) betonte die überregionale Bedeutung des Ausbaus, der das Bahnnetz in Deutschland insgesamt effizienter und zuverlässiger gestalte.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) mahnte jedoch, dass noch Verbesserungsbedarf, insbesondere bei Bamberg und Fürth, bestehe. Er appellierte an den Bund, den Fortschritt der Strecke weiterhin zu unterstützen und die Geschwindigkeit des Ausbaus zu erhöhen. Seit dem 9. September sind Züge auf der nichtsüranfälliger gewordenen Trasse unterwegs. Die vier Gleise versprechen einen stabileren Bahnbetrieb mit rund 350 täglichen Zugverbindungen in der Region Franken.
Dieses Projekt ist Teil des umfassenden 'Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8', das den fortlaufenden Neu- und Ausbau der wichtigen ICE-Strecke von Nürnberg über Erfurt und Leipzig nach Berlin umfasst. Beeindruckend ist der Anstieg der Fahrgastzahlen: Seit der Einführung der neuen Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin im Jahr 2017 hat sich die Zahl der ICE-Reisenden zwischen den beiden Metropolen mehr als verdreifacht. Die Fertigstellung der viergleisigen Trasse ist ein bedeutender Schritt nach vorn, doch der endgültige Ausbau des nordbayerischen Streckenabschnitts in Bamberg bleibt weiter auf der Agenda.

