Grüne fordern Transparenz bei Masken-Beschaffung: Milliardenschwere Risiken für den Bund
Die politische Diskussion um die Beschaffung von Schutzmasken in der Corona-Krise nimmt weiter Fahrt auf, da die Grünen im Bundestag auf vollständige Transparenz drängen. Die Fraktion plant, durch Sondersitzungen des Haushalts- und Gesundheitsausschusses für Klarheit zu sorgen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, unterstrich die Notwendigkeit, das verschwenderische Management von Steuergeldern vollständig offen zu legen. Eine Debatte über die Verweigerungshaltung der gegenwärtigen Gesundheitsministerin Nina Warken, zu der auch das zögerliche Handeln der Großen Koalition gehört, ist entbrannt.
Gesundheitsministerin Warken, die die vollständige Einreichung eines Berichts einer im Jahr 2024 eingesetzten Sonderbeauftragten ablehnt, sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt. Der Bericht würde wesentliche Informationen über die Maskenbeschaffung enthalten. Grünen-Politikerin Paula Piechotta bemängelt ebenfalls das Zögern der Koalition und sieht darin einen Mangel an ernsthaftem Aufklärungswillen.
Während die Ministerin zugesichert hat, dem Haushaltsausschuss relevante Arbeitsergebnisse vorzustellen, bleibt die Spannung hoch. Ein Ministeriumssprecher erklärte, der Bericht werde unter Berücksichtigung von Sudhofs Erkenntnissen vorbereitet, doch forderten die Anforderungen an die Transparenz der internen Mitarbeiter sowie die laufenden Gerichtsprozesse Vorsicht. Es kamen bereits Forderungen nach einem Bericht auf, der theoretisch schon in der vorherigen Wahlperiode hätte vorliegen können.
Die Risiken im Zusammenhang mit den Lieferverträgen für Schutzmasken zu Beginn der Pandemie, bei denen der Bund Milliarden betrug, sind weiterhin ein erheblicher Streitpunkt. Die Verfahrensweise während der Amtszeit von Jens Spahn, damals Ressortchef im Gesundheitsministerium und nun Unionsfraktionschef, steht in der Kritik, da Verträge ohne Verhandlungen zu festen Preisen geschlossen wurden und anschließend die Bezahlung aufgrund behaupteter Qualitätsmängel verweigert wurde. Diese Umstände führten zu rechtlichen Auseinandersetzungen und dem Risiko gewaltiger finanzieller Forderungen gegen den Bund.

