Großhandel in der Zwickmühle: Aussichten bleiben trüb
Der deutsche Großhandel steckt weiterhin in einer Dauerkrise, wie der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) warnt. Die Prognose für das Jahr 2023 prophezeit lediglich ein Wachstum von 0,7 Prozent, was kaum als bedeutsamer Aufschwung zu verzeichnen ist. BGA-Präsident Dirk Jandura weist darauf hin, dass viele Unternehmen bereits ihre Reserven aufgebraucht haben und keinerlei finanzielle Puffer mehr zur Verfügung stehen.
Eine Umfrage unter 780 Mitgliedern des BGA ergab, dass mehr als ein Drittel eine Verschlechterung ihrer Umsätze und Erträge bis zum Jahr 2026 erwartet. In dieser angespannten Lage scheint der Mittelstand wenig Unterstützung durch die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung zu erfahren. Jandura warnt vor einem möglichen Anstieg von Insolvenzen und dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze, sollte es nicht bald zu klaren Signalen für Wachstum und Stabilisierung kommen.
Mit eindringlichen Worten ruft Jandura die Bundesregierung dazu auf, entschlossene und möglicherweise unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Er fordert einen Verzicht auf Wahlgeschenke und eine Abkehr von Klientelpolitik, um langfristig den Mittelstand zu stützen und den drohenden wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

