Große Zustimmung für die neue Grundsicherung – Skepsis bei der Wirkung
Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt, dass die von der Bundesregierung beschlossene Reform zur Einführung einer neuen Grundsicherung breiten Anklang findet. 63 Prozent der Befragten äußerten sich positiv zur Reform des Bürgergeldes. Im Gegensatz dazu stand ein kleinerer Teil von 21 Prozent, der eine negative Meinung vertrat.
Ein weiterführender Blick in die Umfrageergebnisse offenbart, dass rund 54 Prozent der Teilnehmer das neue Modell als gerechter empfinden als das bisherige Bürgergeld. Allerdings sehen 20 Prozent der Befragten die Reform als weniger gerecht an, während sich 26 Prozent unsicher zeigten. YouGov führte diese repräsentative Umfrage vom 10. bis 13. Oktober unter 2.256 wahlberechtigten Bürgern in Deutschland durch.
Die große Koalition aus Union und SPD hat sich in ihrem Ausschuss auf umfassende Änderungen des Bürgergeldes geeinigt, das fortan als Grundsicherung bekannt sein soll. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) legte bereits einen ersten Gesetzesentwurf zur internen Abstimmung vor. Mit der Reform gehen neue Verpflichtungen für die Empfänger einher, bei deren Missachtung härtere Sanktionen vorgesehen sind. So könnte bei wiederholtem Versäumen von Terminen im Jobcenter eine vollständige Streichung der Leistungen erfolgen.
Trotz der generellen Unterstützung bezweifeln viele Bürger die Effektivität der Reform auf den Arbeitsmarkt: Nur ein Viertel der Befragten erwartet spürbare Auswirkungen, während 58 Prozent darauf nicht vertrauen. Das bislang aktuelle Bürgergeld wurde erst Anfang des Jahres 2023 als Nachfolger der Hartz-IV-Regelung eingeführt.

