Grönland und Nato: Scholz und Frederiksen beraten über Verteidigung

28. Januar 2025, 09:11 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzler Olaf Scholz und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen berieten über die Verteidigung im Kontext von Russland und der NATO, betonten die Unverletzlichkeit von Grenzen und die Notwendigkeit, die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken. Zudem wurde die Unterstützung für die Ukraine und der Widerstand gegen China und Russland hervorgehoben.

Berlin - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Dienstag die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen empfangen und bei einem Pressestatement im Vorfeld des Treffens die Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur dänischen Insel Grönland nicht direkt adressiert. Allerdings erklärte er, dass die Unverletzlichkeit von Grenzen "ein Grundprinzip des Völkerrechts" sei.

"Das Prinzip muss gelten für alle. Das habe ich von dieser Stelle aus vor ein paar Tagen ja noch einmal deutlich gemacht", sagte Scholz. "Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden - to whom it may concern."

Der Bundeskanzler hatte direkt nach Trumps Äußerungen, dass sowohl Kanada als auch Grönland Teil der USA werden sollten, in einem spontan anberaumten Pressestatement sein "Unverständnis" darüber, "was aktuelle Äußerungen aus den USA angeht" geäußert und, ohne Trump namentlich zu nennen, auf die Unverletzlichkeit von Grenzen hingewiesen.

Nun ging Scholz vor allem auf Bedrohungen durch Russland ein. "Wir beide, liebe Mette, setzen heute hier unser Gespräch fort, das wir beim Gipfel der Ostsee-Alliierten vor zwei Wochen in Helsinki nicht begonnen, aber auch geführt haben. Dort haben wir uns sehr konkret mit der Bedrohung auseinandergesetzt, die von Russland für die Sicherheit der Kritischen Infrastruktur in der Ostsee ausgehen", so Scholz. "Erst gestern hat es abermals Meldungen gegeben, dass ein weiteres Unterseekabel beschädigt worden ist. Das zeigt, welche Bedrohung von der russischen Schattenflotte ausgeht."

Die Nato bleibe der Garant für die gemeinsame Sicherheit. "Deshalb haben viele Verbündete in den vergangenen Jahren ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Und wir sind uns einig, dass wir den europäischen Pfeiler der Nato stärken und die Verteidigungsaufwendungen weiter erhöhen müssen." In Brüssel werde man auch über eine leistungsfähigere europäische Verteidigungsindustrie sprechen, sagte der SPD-Spitzenkandidat. "Wir brauchen Regeln, die die gemeinsame Entwicklung und Beschaffung von Rüstungsgütern in der Europäischen Union erleichtern."

Frederiksen erklärte, man die Unterstützung für die Ukraine erhöhen und sich gegen den Einfluss Chinas und Russlands entgegenstellen. "Europa, unser Kontinent, beruht auf dem Grundgedanken, dass Zusammenarbeit und nicht Konfrontation zum Frieden führen wird, zum Wohlstand und zum besseren Existieren", so die dänische Ministerpräsidentin. "Lassen Sie uns diesen Gedanken ehren."

Politik / Deutschland / Dänemark / USA / Militär
28.01.2025 · 09:11 Uhr
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