Großauftrag für Rolls-Royce Power Systems: Stärkung der militärischen Fertigungskapazität
Rolls-Royce Power Systems hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Der renommierte Rüstungskonzern KNDS hat mehr als 300 Motoren bei dem Unternehmen aus Friedrichshafen in Auftrag gegeben. Diese leistungsstarken MTU-Triebwerke sind für den Einbau in Leopard-2-Kampfpanzer bestimmt, die an eine Vielzahl europäischer Länder wie Deutschland, Schweden, Litauen, die Niederlande und die Tschechische Republik geliefert werden sollen. Die geplante Auslieferung dieser technologisch anspruchsvollen Motoren startet bereits im nächsten Jahr.
Jörg Stratmann, CEO von Rolls-Royce Power Systems, hebt hervor, dass dieser Auftrag nicht nur einer der größten der vergangenen Jahrzehnte ist, sondern auch die aktuelle sicherheitspolitische Lage widerspiegelt. Die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung zeigt eine deutliche Steigerung. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hat das Unternehmen seine Produktionskapazitäten bereits erheblich erweitert und plant, dies fortzuführen.
Der Leopard 2, der als eines der besten Kampffahrzeuge der Welt angesehen wird, kann mit dem MTU-Motor in sämtlichen Modellen ausgestattet werden. Kürzlich präsentierte KNDS den Leopard 2A8, der mit einem Schutzsystem des israelischen Herstellers Rafael ausgerüstet ist, welches Geschosse und Drohnen abfangen kann, bevor diese ihr Ziel erreichen. Ein solcher Panzer reflektiert erhebliche Investitionen, die insgesamt im höheren zweistelligen Millionenbereich liegen, einschließlich Wartung und Instandhaltung.
Das Militärgeschäft, bei Rolls-Royce Power Systems auch als Behördengeschäft bekannt, beliefert unter anderem die Armeen Deutschlands, der NATO und ihrer Verbündeten und macht derzeit etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Im Jahr 2024 soll das Unternehmen die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro überschreiten.
Zudem expandiert Rolls-Royce Power Systems unter der Marke MTU auch in andere militärische Fahrzeugbereiche, wie dem Puma-Modell. Um den wachsenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu decken, hat das Unternehmen Mitarbeiter vom wirtschaftlich angeschlagenen Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen an Bord geholt.

