Goldpreis mit Rückenwind: Goldman Sachs sieht weiteres Wachstumspotenzial
Die renommierte US-Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert für den Goldpreis, trotz der jüngsten Rekordrally, weiterhin erhebliche Aufwärtspotenziale. Die Experten der Bank haben ihre Vorhersage für Ende 2026 auf einen Preis von 5.400 US-Dollar je Feinunze angehoben, wie aus ihrer aktuellen Studie hervorgeht. Zuvor lag das Preisziel für diesen Zeitraum bei 4.900 Dollar. Ein bedeutender Faktor für den Preisanstieg über die Schwelle von 5.000 Dollar ist laut Goldman Sachs die erhöhte Nachfrage von Privatanlegern. Diese suchen im Gold eine Absicherung gegen geopolitische Risiken. Zudem spielen auch die Käufe von Notenbanken eine wesentliche Rolle in der steigenden Nachfrage nach dem Edelmetall. Zentralbanken insbesondere aus Schwellenländern setzen trotz der hohen Preise weiterhin auf Gold, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern.
Der Goldpreis markierte erst kürzlich am Mittwoch ein Rekordhoch mit 4.888 Dollar je Unze und notierte am Donnerstagmittag an der Metallbörse in London bei 4.823 Dollar. Schon im letzten Jahr war Gold eine der attraktivsten Anlageformen, mit einem Preisanstieg von 65 Prozent – der stärkste Anstieg seit 1979. Ein weiterer wesentlicher Preistreiber ist die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Jüngste Zinssenkungen haben die Nachfrage nach Gold zusätzlich angefacht. Goldman Sachs geht davon aus, dass die Fed im Verlauf dieses Jahres ihre Geldpolitik weiter lockern wird, wobei insgesamt eine Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte erwartet wird. Da Gold keine Zinsen abwirft, führen sinkende Zinsen beispielsweise für Staatsanleihen zu einem gesteigerten Interesse am Edelmetall.

