Goldpreis feiert Höchststand: Anleger setzen auf Krisenschutz
Der Goldpreis erreichte am Dienstag zwischenzeitlich einen neuen Höchststand und stieg auf 3.508,73 US-Dollar pro Feinunze. Diese Entwicklung markiert den Höhepunkt einer bemerkenswerten Kursrally, die die vorherige Seitwärtsbewegung durchbrochen hat. Trotz des Rekordniveaus endete der Tag mit einem moderateren Kurs von 3.484 US-Dollar, wodurch der Preis etwas unter dem bisherigen Höhepunkt von etwa 3.500 Dollar fiel.
Im Jahr 2024 hat Gold erheblich an Attraktivität gewonnen und verzeichnete einen Anstieg von etwa einem Drittel. Silber erlebte ein vergleichbares Plus und bewegte sich auf das Niveau von 2011 zu. Im selben Zeitraum legte der DAX um ein Fünftel zu, was die starke Nachfrage nach Edelmetallen im Vergleich zu klassischen Aktienindizes unterstreicht.
Mehrere Faktoren befeuern das gestiegene Interesse an Gold. Besonders im Fokus steht die erwartete Lockerung der US-Geldpolitik durch mögliche Leitzinssenkungen. Schwache Arbeitsmarktdaten der USA erhöhen den Druck auf die Zentralbank, was die Attraktivität von Gold als alternativer Anlageform steigen lässt.
Edelmetallhändler und Analysten richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die nächste Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten, welche entscheidend für die Zinspolitik sein könnten. Auch der anhaltende Ukraine-Konflikt lenkt investitionsfreudige Anleger zum sicheren Hafen des Goldes.
Zudem beeinflusst die politische Lage der USA den Goldmarkt, insbesondere durch die jüngsten Entwicklungen innerhalb der Fed und die Einmischung von Präsident Donald Trump. Analysten warnen vor einem möglichen Risiko dauerhafter Inflation, sollte die Fed dem politischen Druck nachgeben und die Zinspolitik lockern.
Die wachsende Nachfrage nach Gold wird zudem durch Investoren getragen, die eine Diversifikation ihrer Portfolios anstreben. Diese Anleger – sowohl Privatpersonen als auch Zentralbanken – sehen in Gold eine Möglichkeit, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und sich gegen Marktschwankungen abzusichern.

