Goldpreis erreicht neue Höhen aufgrund eskalierender Handelskonflikte
Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China treibt Anleger in Scharen in den vermeintlich sicheren Hafen Gold. Das Edelmetall hat am Mittwoch seinen Höhenflug fortgesetzt und erreichte am Morgen einen neuen Höchststand von 3.291 US-Dollar je Feinunze. Dieser Anstieg stellt einen beeindruckenden Zuwachs von rund 60 Dollar im Vergleich zur vorherigen Nacht dar.
US-Präsident Donald Trump bleibt im Zollstreit mit China unnachgiebig. Laut einer Erklärung, die von Sprecherin Karoline Leavitt verbreitet wurde, sieht Trump den Handlungsbedarf auf chinesischer Seite: "China muss ein Abkommen mit uns schließen. Wir müssen keinen Deal mit denen machen." Trump relativierte Chinas Bedeutung, indem er das Land nur als größer, aber ansonsten nicht anders als jedes andere Land bezeichnete. Zudem hat die US-Regierung ihre Restriktionen hinsichtlich der Lieferung von KI-Chips nach China verschärft.
Diese Entwicklungen schwächen die ohnehin gedämpften Hoffnungen auf eine baldige Einigung der beiden Wirtschaftsgiganten. Die globalen Konjunktursorgen bleiben daher unverändert hoch. Auch wenn Chinas Wirtschaft im ersten Quartal ein unerwartetes Wachstum verzeichnete, ziehen dunkle Wolken auf. Der Anstieg könnte stark von Vorzieheffekten im Vorfeld der US-Zölle beeinflusst worden sein. Bereits im zweiten Quartal könnte sich das Exportgeschäft deutlich abschwächen.

