Goldman Sachs: Mittelständische US-Aktien im Aufwind
In einer aktuellen Analyse von Goldman Sachs zeigt sich, dass mittelgroße US-Unternehmen derzeit vermehrt in den Fokus der Anleger rücken. Diese Aktien bieten, im Vergleich zu größeren Konzernen, günstigere Bewertungen und vergleichbare Wachstumsraten, bemerkte David Kostin, Chefstratege für US-Aktien bei Goldman, in einem Interview mit Bloomberg Television. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass die bisherige Rallye am US-Aktienmarkt sich über die dominierenden Technologiegiganten, auch bekannt als die "Magnificent Seven", hinaus ausweiten könnte.
Das S&P Midcap 400 Index hinkte dem S&P 500 in sieben der letzten acht Jahre hinterher. Doch mit einem Handelsmultiplikator von etwa 16,4 im Vergleich zu 21,5 des S&P 500 bieten sich hier nach Kostins Ansicht lohnende Chancen. Er sieht Potential für eine Aufholjagd der Midcap-Aktien und empfiehlt, den Fokus auf US-intern ausgerichtete Unternehmen zu legen und Positionen mit hoher internationaler Exponierung abzubauen, insbesondere vor dem Hintergrund des Amtsantritts von Donald Trump.
Auch wenn die zuletzt stark gestiegenen Renditen von US-Staatsanleihen eine Herausforderung darstellen, schätzt Kostin, dass die Inflation weiterhin sinken wird und die Renditen langfristig fallen. Entsprechend hat er seine Prognose für den S&P 500 auf 6.500 Punkte bis Jahresende festgelegt, was einem Anstieg von 11% entspricht. Dies liegt leicht unter dem Median der von Bloomberg beobachteten Strategenprognosen, von denen ein Anstieg auf 6.600 Punkte erwartet wird. Dieser Fortschritt wird seiner Meinung nach maßgeblich durch das Gewinnwachstum der Unternehmen getragen werden.

