Goldman Sachs: Chefjustiziarin tritt nach Verbindung zu Epstein zurück

Die Ankündigung des Rücktritts von Kathryn Ruemmler, Chefjuristin der renommierten US-Investmentbank Goldman Sachs, sorgt derzeit für erhebliche Aufmerksamkeit in der Finanzwelt. Hintergrund ist die kürzlich aufgedeckte Verbindung Ruemmlers zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Ruemmlers Abschied aus dem Unternehmen wird zum 30. Juni erfolgen, wie von führenden Medien wie der "Financial Times", der "New York Times" und Bloomberg bestätigt wurde.
In der Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen wurde enthüllt, dass Ruemmlers Beziehungen zu Epstein enger waren, als zuvor gedacht. E-Mails belegen, dass sie von ihm Luxus-Geschenke erhielt und ihn in Medienfragen beriet — er war für sie mehr als nur ein flüchtiger Bekannter, wie die Bezeichnung "Onkel Jeffrey" in ihren Nachrichten nahelegt. Bereits vor ihrer Zeit bei Goldman Sachs agierte Ruemmler als Anwältin und hatte hohe Positionen inne, darunter auch die Rolle der Justiziarin im Weißen Haus unter Präsident Obama.
Epsteins Gefangennahme im Jahr 2019 und sein darauffolgender Tod in einer Gefängniszelle in New York werfen weiterhin lange Schatten. Jüngst aufgetauchte FBI-Notizen deuten darauf hin, dass Ruemmler nach Ebsteins Festnahme von ihm kontaktiert wurde. Ihre Sprecherin betonte jedoch, dass die Verbindung rein beruflich gewesen sei und Ruemmler keinerlei Kenntnis von Epsteins kriminellen Aktivitäten hatte. Ursprünglich hatte Goldman Sachs verlauten lassen, Ruemmler behalte ungeachtet dieser Informationen ihre Position.
David Solomon, CEO von Goldman Sachs, äußerte, dass er Ruemmlers Rücktritt widerstrebend angenommen habe. In einer Stellungnahme bei CNBC würdigte er ihre Fähigkeiten und ihren Charakter und nannte sie eine "außerordentliche" Führungspersönlichkeit mit beeindruckender Erfahrung.

