Gold als Schutzschild in turbulenten Zeiten: Ray Dalios Ratschläge für kluge Investoren
Ray Dalio, Gründer von Bridgewater und ehemaliger CEO der Firma, hat erneut betont, dass Gold ein wertvolles Mittel sein könnte, um Investoren vor instabilen Märkten zu schützen, die durch übermäßige Schulden belastet sind. Dalio verglich die zunehmende Verschuldung der USA mit einer Verstopfung im menschlichen Kreislaufsystem, die andere Ausgaben verdränge und potenziell zu einem „Herzinfarkt“ führen könnte.
Dalio, der im Juli seine verbleibenden Anteile an Bridgewater Associates verkauft hat, rät Investoren zu einem gut diversifizierten Portfolio, das 10 bis 15 Prozent in Gold investiert. Gold zeichne sich durch seine geringe Korrelation mit anderen Vermögenswerten aus und tendiere dazu, in Krisenzeiten an Wert zu gewinnen, wenn andere Anlagen abnehmen.
Vor dem Hintergrund einer Welt, die vor Schulden überquillt, und steigender geopolitischer Spannungen, mahnte Dalio die Anleger, sich bei der Portfoliozusammensetzung die Frage zu stellen: „Wessen Geld besitzt ihr eigentlich?“ Diese Gedanken äußerte Dalio auf einer Auftaktveranstaltung für die Abu Dhabi Finance Week, die im Dezember stattfinden soll.
Bill Winters, CEO von Standard Chartered, der neben Dalio auf dem Podium saß, ergänzte, dass die Marktbedingungen in Europa ähnlich denen in den USA seien, auch wenn die Bewertungen in Europa nicht so hoch wie in den USA seien. Insbesondere im Vereinigten Königreich und in Frankreich gäbe es ähnliche Situationen, wobei die Märkte jedoch strengere Einschränkungen als in den USA auferlegten.
Während der S&P 500 und der Nasdaq im bisherigen Jahresverlauf um über 11 Prozent beziehungsweise 13 Prozent gestiegen sind und am Mittwoch erneute Rekordhöhen erreichten, stieg der paneuropäische Aktienindex zuletzt um etwas über 8 Prozent im Jahr 2025. Die Erwartungen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank in der kommenden Woche wurden durch kühler als erwartete Inflationsdaten weiter gestützt.

