GM kämpft mit Trumps Importzöllen: Gewinn bricht um 35 Prozent ein
Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle setzen dem Automobilgiganten General Motors (GM) im abgelaufenen Quartal merklich zu. Die daraus resultierenden Mehrkosten summierten sich auf satte 1,1 Milliarden Dollar, was den Konzerngewinn im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (etwa 1,62 Milliarden Euro) schrumpfen ließ.
Trotz dieser Herausforderungen prognostiziert GM weiterhin eine Gesamtbelastung von bis zu fünf Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr durch die Zölle. Am Aktienmarkt wurden diese Nachrichten nur bedingt gut aufgenommen. Die GM-Aktie erlitt kurz nach Handelsbeginn an der New Yorker Börse einen Rückgang von circa sieben Prozent. Dieser Kurssturz machte die Gewinne der letzten Wochen zunichte und brachte die Aktie wieder auf ein Niveau, das zuletzt zu Jahresbeginn zu beobachten war.
Um den Zollbelastungen entgegenzuwirken, plant der Konzern, mindestens 30 Prozent der zusätzlichen Kosten durch Produktionseffizienz und Kostensenkungsmaßnahmen auszugleichen. Trotzdem müssen sich Verbraucher in Nordamerika auf Preiserhöhungen von etwa 0,5 bis 1 Prozent einstellen. Bereits im Juni hatte GM erklärt, einen Teil seiner Produktion von Mexiko zurück in die USA zu verlagern.
Ein Lichtblick ist, dass GM die Markterwartungen mit dem erzielten Gewinn übertraf, nicht zuletzt dank der guten Geschäftsentwicklung in China, wo der Automobilhersteller das zweite Quartal in Folge profitabel war. Zusätzlich konnten die Fixkosten um 800 Millionen Dollar reduziert werden. Allerdings belastete eine Abschreibung auf Bestände von Elektroautos das Ergebnis mit 600 Millionen Dollar.
GM konnte im zweiten Quartal 974.000 Fahrzeuge absetzen, was jedoch fast 25.000 Einheiten unter den Prognosen der Analysten lag. Der Umsatz sank im Jahresvergleich zwar um 1,8 Prozent auf rund 47 Milliarden Dollar, übertraf jedoch die Erwartungen des Marktes.

