Gewinnprognose von GE Aerospace: Zwischen Euphorie und Ernüchterung
Der renommierte US-amerikanische Triebwerkshersteller GE Aerospace hat nach beeindruckenden Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr ehrgeizige Gewinnziele für das Jahr 2026 angekündigt. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis je Aktie soll dann auf beeindruckende 7,10 bis 7,40 US-Dollar ansteigen. Diese ambitionierten Ziele offenbarten die Unternehmensvertreter am Donnerstag in Cincinnati.
Im Vorjahr verzeichnete GE Aerospace Rekordauslieferungen von Triebwerken für die Airbus A320neo- und Boeing 737 Max-Reihen, obwohl es weiterhin zu Verzögerungen kam. Dennoch reichte die neue Prognose nicht aus, um die Anleger nachhaltig zu beeindrucken. Nach einem bemerkenswerten Kursanstieg von 85 Prozent im vergangenen Jahr fiel die Aktie zuletzt um sechs Prozent.
Der Umsatz von GE Aerospace kletterte im abgelaufenen Jahr um stolze 18 Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar, wobei der Überschuss um bemerkenswerte 31 Prozent auf zehn Milliarden Dollar zunahm. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte sogar um 38 Prozent auf 6,37 Dollar zu und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten deutlich. Auch die Pläne für 2026 überraschten positiv, denn die Erwartungen der Analysten lagen eher am unteren Rand der vom Konzernchef Larry Culp angekündigten Spanne.
GE Aerospace, bekannt für die Entwicklung und Fertigung von Turbinen für Airbus- und Boeing-Flugzeuge, kooperiert beim hochnachgefragten Leap-Triebwerk mit dem französischen Hersteller Safran im Gemeinschaftsunternehmen CFM.

