Gewinnbilanz des Wirtschaftsstabilisierungsfonds: Ein Erfolgsmodell mit doppeltem Jahresüberschuss
Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), ins Leben gerufen während der kritischen Anfangsphase der Corona-Pandemie, kann erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Zum Jahresende 2024 weist die Bilanz des Fonds einen Gewinn von bemerkenswerten 90,4 Millionen Euro aus. Im Vergleich dazu verzeichnete der Fonds im Vorjahr einen Gewinn von 109,7 Millionen Euro, während auch 2021 positiv abgeschlossen wurde.
Nach Angaben der Bundesfinanzagentur, verantwortlich für die Verwaltung dieses Fonds, trugen insbesondere Zinserträge zum letztjährigen Überschuss bei. Der WSF wurde im Frühjahr 2020 von der damaligen Bundesregierung mit einem anfänglichen Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro ins Leben gerufen, um große Unternehmen in Notlagen zu unterstützen. Im Zuge einer Anpassung wurde das Gesamtvolumen zum 1. Januar 2022 jedoch auf 250 Milliarden Euro reduziert.
Zu den Hauptempfängern der finanziellen Unterstützung zählten namhafte Unternehmen wie die Lufthansa und der Reisekonzern Tui. Das temporäre Unterstützungsinstrument, das ursprünglich bis Ende 2021 befristet war, wurde bis Mitte 2022 verlängert, um weiterhin Stabilisierungsmaßnahmen gewähren zu können. Von den mehr als 9,6 Milliarden Euro an zugesagten Hilfen wurden bisher 6,4 Milliarden Euro ausgezahlt, davon sind beachtliche 4,6 Milliarden Euro bereits an den Fonds zurückgeflossen.
Neben direkten Unternehmensbeteiligungen setzte der WSF auch auf die Refinanzierung von Krediten über die KfW-Förderbank. Zudem fand der Fonds zwischen November 2022 und Dezember 2023 Verwendung in der Finanzierung von Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen der jüngsten Energiekrise.

