Gesundheitsminister fordern striktere Alkoholregeln für Jugendliche
Die Gesundheitsministerkonferenz hat erneut die Bedeutung eines Verbots des sogenannten begleiteten Trinkens bei Jugendlichen ab 14 Jahren betont. Dieses Anliegen wird von Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) angeführt, die auf das drängende Problem des Alkoholkonsums unter jungen Menschen hinweist. Allein auf Appelle zu setzen, reiche nicht aus, um den Missbrauch zu bekämpfen, so Schenk am Ende des Treffens in Weimar.
Unterstützung erhalten die Ländervertreter aus Mecklenburg-Vorpommern, welches eine Änderung des Jugendschutzgesetzes fordert. Dieses gestattet aktuell Jugendlichen ab 14 Jahren den Alkoholkonsum in Begleitung einer sorgeberechtigten Person. Die Gesundheitsminister plädieren für die Abschaffung dieser Regelung, die seit 1952 bestand hat, um die Gefahren des Alkohols für die noch in der Entwicklung befindlichen Jugendlichen zu minimieren.
Für Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist der von den Gesundheitsministern vorgebrachte Vorstoß ein nachvollziehbarer und begrüßenswerter Schritt. Sie zeigt sich offen für die geplanten Änderungen und betont die Wichtigkeit eines umfassenden Jugendschutzes, der neben dem Alkoholkonsum auch den Umgang mit Medien und anderen Drogenkomponenten umfasst. Warken steht dazu im Dialog mit der Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).
Die gesundheitlichen Risiken, denen Kinder und Jugendliche durch den Alkoholkonsum ausgesetzt sind, wurden bereits im letzten Jahr von der Gesundheitsministerkonferenz hervorgehoben. Der noch nicht vollständig entwickelte Organismus, insbesondere das Gehirn, reagiert besonders empfindlich auf Alkohol, was die Dringlichkeit der Anpassung des Jugendschutzgesetzes einmal mehr unterstreicht.

