Gespannte Ruhe im DAX - Augenmerk auf Fed-Protokoll und Nvidia
Der DAX zeigt sich in Erwartung richtungweisender Ereignisse wie dem Sitzungsprotokoll der US-Notenbank und den Quartalszahlen des Technologieunternehmens Nvidia stabil. In der frühen Phase des Handelstages deutet sich bei Deutschlands führendem Aktienindex lediglich eine marginale Veränderung an. Laut Vorgaben des Brokers IG könnte der DAX bei Handelsbeginn ein leichtes Plus von 0,07 Prozent verzeichnen und damit bei einem Stand von 18.740 Punkten starten. Das Rekordniveau der Vorwoche ist weiterhin nah, wodurch auch die psychologisch wichtige Marke von 19.000 Punkten in greifbare Nähe rückt.
Die Anspannung liegt jedoch primär auf der zweiten Tageshälfte, wenn aus den USA neue Impulse erwachsen könnten. Besonders im Fokus steht das Fed-Protokoll, das Aufschluss über den zukünftigen geldpolitischen Kurs der größten Volkswirtschaft der Welt liefern soll. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass die US-amerikanische Zentralbank ihren Leitzins später anheben wird als die Europäische Zentralbank, da in den USA die Inflation sich als besonders widerständig präsentiert.
Experten der Commerzbank verweisen zudem darauf, dass Aussagen von Mitgliedern der Fed zwar das bereits bekannte Narrativ wiederholten, wonach man auf mehrere Monate mit verbesserten Inflationsdaten warte, dennoch weise dies darauf hin, dass baldige Zinssenkungen eher unwahrscheinlich sind.
Weitere Spannung verspricht der nach Börsenschluss in den USA anstehende Quartalsbericht von Nvidia, einem Vorreiter im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse des Unternehmens könnten Signalwirkung für den gesamten Technologiebereich haben und die globalen Märkte entsprechend beeinflussen - egal ob positiv oder negativ. (eulerpool-AFX)

