Gerresheimer revidiert Prognose für 2025: Umsatzwachstum und Dividenden gekürzt
Der Verpackungsspezialist Gerresheimer kündigte an, seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025 aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage im Kosmetiksektor und im Segment der flüssigen oralen Medikamente zu dämpfen. In einer überraschenden Ankündigung warnte das Unternehmen, dass das organische Umsatzwachstum im zweiten Quartal voraussichtlich nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen wird.
Die bereinigte operative Marge, auch bekannt als Ebitda-Marge, wird bei etwa 19 Prozent erwartet, was auf ein insgesamt schwächeres erstes Halbjahr hindeutet. Der Ausblick für ein starkes zweites Halbjahr kann die ursprünglichen Prognosen für das Jahr dennoch nicht mehr erreichen.
Die Nachricht löste an der Börse wenig Begeisterung aus, was sich in einem Kursrückgang der Aktie um über zehn Prozent widerspiegelte. Der Vorstand von Gerresheimer passt die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum für das Gesamtjahr auf ein bis zwei Prozent an.
Die bereinigte operative Marge soll nun 20 Prozent betragen, während der bereinigte Gewinn je Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zurückgehen wird. Ursprünglich hatte das Management mit einem Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent, einer Ebitda-Marge von 22 Prozent und einem Gewinnanstieg je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet.
In einem weiteren Schritt zur Kostenanpassung wird die Dividende des letzten Geschäftsjahres auf das gesetzliche Minimum von vier Cent je Aktie gesenkt, verglichen mit 1,25 Euro im Vorjahr. Gerresheimer plant, den vollständigen Quartalsbericht sowie ein Update der mittelfristigen Prognose am 10. Juli zu präsentieren.

