Geplante Strompreisbremse für Industrie kostet Milliarden
Der geplante Industriestrompreis zur Unterstützung energieintensiver Branchen wird Deutschland voraussichtlich über drei Milliarden Euro kosten. Laut einem Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sind für die Jahre 2027 bis 2029 Auszahlungen in Höhe von 3,1 Milliarden Euro vorgesehen. Diese Maßnahme wurde im kürzlich stattgefundenen Koalitionsausschuss von Union und SPD beschlossen, um energieintensive Sektoren finanziell zu entlasten. Ursprünglich hatte Finanzminister Lars Klingbeil von einem Kostenrahmen zwischen drei und fünf Milliarden Euro gesprochen, finanziert aus dem Klima- und Transformationsfonds. Das Ziel des Plans ist es, den Strompreis für die Hälfte des jährlichen Verbrauchs auf fünf Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen.
Die Initiative zielt darauf ab, Firmen zu unterstützen, die in Branchen tätig sind, die besonders von der Abwanderung ins Ausland bedroht sind. Dazu gehören unter anderem die chemische Industrie, Metallurgie, sowie die Glas- und Zementproduktion. Auch Hersteller von Batteriezellen und Halbleitern zählen zu den potenziellen Begünstigten.
Aktuell ist allerdings noch unklar, welche spezifischen Unternehmen von dieser Regelung profitieren werden. Das Ministerium plant, Branchenverbände dazu zu ermutigen, geeignete Nachweise beizubringen. Der Entwurf unter der Federführung von Katherina Reiche bedarf noch der Zustimmung innerhalb der Bundesregierung, bevor er umgesetzt werden kann.

