General Motors zeigt Handlungsfähigkeit trotz Milliardenverlust
Der renommierte US-Fahrzeughersteller General Motors strebt an, das Vertrauen seiner Aktionäre durch eine bedeutende Aktienrückkaufaktion im Wert von bis zu sechs Milliarden US-Dollar zu stärken. Diese Maßnahme folgt auf einen Quartalsverlust in Milliardenhöhe und einer Erhöhung der Quartalsdividende um 20 Prozent auf 18 Cent je Aktie. So erläuterte es das Unternehmen kürzlich in Detroit, was Beobachter durchaus als elegante Finanzstrategie deuten dürften.
Die Gründe für den im vierten Quartal aufgelaufenen Nettoverlust von 3,3 Milliarden Dollar sind bekannt: hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit der Elektroautostrategie sowie Restrukturierungsmaßnahmen in China. Doch konnte GM-Chefin Mary Barra die Anleger mit positiven Signalen im operativen Tagesgeschäft beruhigen. Die Aktien des Unternehmens zeigten im vorbörslichen Handel eine erfreuliche Aufwärtsbewegung von über fünf Prozent.
Mit Blick auf das kommende Jahr prognostiziert General Motors einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 11 und 13 Dollar. Entsprechend bereinigt vor Zinsen und Steuern wird ein Ergebnis von 13 bis 15 Milliarden Dollar erwartet, eine Steigerung im Vergleich zu den 12,7 Milliarden des Vorjahres.
Einen signifikanten Einfluss auf die Geschäftszahlen hatte die Neujustierung der US-Richtlinien für Elektrofahrzeuge unter Präsident Donald Trump, wodurch unter anderem Steuererleichterungen entfielen und die Nachfrage nach Elektroautos einbrach. Infolgedessen ging GM zu Gegenmaßnahmen über, indem eine Produktionsstätte in Michigan von Elektroantrieben auf SUVs und Pickups mit Verbrennungsmotoren umgestellt wurde. Letztlich fiel der Jahresumsatz um 1,3 Prozent auf 185 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn mit 2,7 Milliarden Dollar mehr als halbiert gegenüber dem Vorjahr ausfiel.

