Geld sparen mit dem Wasser aus der Leitung – wie gut ist das deutsche Trinkwasser?

Die Inflation in Deutschland lässt nicht nur die Preise für Lebensmittel steigen, sondern auch Mineralwasser bleibt davon nicht ausgenommen. Um deinen Geldbeutel zu schonen, kann es sich deshalb lohnen, das Kistenschleppen mit dem Wasser aus der Leitung zu ersetzen. Wir schauen uns an, wie viel Geld sich mit Leitungswasser sparen lässt und wie gut die Qualität des deutschen Trinkwassers ist.
Inflation lässt Preise für Mineralwasser im Supermarkt steigen
Die hohe Inflation in Deutschland macht vor den Discountern nicht Halt, sodass der Einkauf bei Aldi, Lidl und Co. deutlich teurer geworden ist. Davon sind auch die Preise für Mineralwasser betroffen und bisher um knapp 30 Prozent gestiegen. Für Leitungswasser müssen Haushalte in Zukunft zwar ebenfalls mit erhöhten Kosten durch die Wasserversorger rechnen, doch wird der prozentuale Anstieg in den meisten Regionen geringer ausfallen.
Was ist billiger – Leitungswasser oder Mineralwasser?
Die Verbraucherzentrale schätzt die durchschnittlichen Kosten für Mineralwasser etwa 100-mal höher als für das Wasser aus der Leitung ein. Durch die jüngsten Preiserhöhungen dürfte die Diskrepanz noch größer sein. Wenn es ums Geldsparen geht, ist das Leitungswasser deutlich billiger als der Kauf von Mineralwasser.
Wie viel Geld spart man, wenn man Leitungswasser trinkt?
Bei einer vierköpfigen Familie gehen wir für die Berechnung der Ersparnis durch Leitungswasser von einem täglichen Trinkwasserbedarf von 1,5 Litern pro Kopf aus. Das entspricht 6 Litern am Tag oder 2.190 Litern jährlich. Nimmt man dafür die aktuellen Preise von etwa 17 Cent je Liter für das günstigste Mineralwasser bei Discountern, ergeben sich jedes Jahr Kosten von knapp 370 Euro für vier Personen.
Trinkst du dagegen Leitungswasser, sind deine Kosten pro Liter je nach Wasserversorger mit 0,1 bis 0,5 Cent deutlich niedriger. In diesem Fall würde die Familie nur 4 bis 12 Euro für den jährlichen Bedarf von Trinkwasser ausgeben. Betrachtet man die Differenz zwischen Leitungs- und Mineralwasser, lässt sich schnell ein dreistelliger Betrag einsparen. Trinkst du nicht das günstigste Mineralwasser aus dem Discounter, sind die Unterschiede noch größer. Das Wasser aus der Leitung ist deshalb eine sehr gute Option, wenn du Geld sparen möchtest.
Kann man Wasser direkt aus der Leitung trinken?
Wenn du dich entschlossen hast, auf Leitungswasser umzusteigen, hast du verschiedene Möglichkeiten. Besonders einfach ist es, das Mineralwasser direkt mit dem Wasser aus der Leitung ersetzen. Es spricht nichts dagegen, Gläser oder Flaschen aus dem Wasserhahn abzufüllen und das Leitungswasser zu trinken. Dadurch hast du am wenigsten Aufwand und die größten Kostenersparnisse.
Wer hingegen statt stillem Wasser Kohlensäure bevorzugt, kann sich mit einem Wassersprudler behelfen. Bekannte Hersteller wie Sodastream, Brita oder Aarke ermöglichen es, das Wasser aus dem Hahn mit Kohlensäure zu versetzen. Wenn du auf einen Wassersprudler setzt, musst du jedoch die Kosten für das Gerät und die Kohlensäure-Kartuschen bedenken. Dadurch sinkt die Ersparnis im Vergleich zum Mineralwasser.
Wie gesund ist das Wasser aus der Leitung?
Wasser aus der Leitung unterliegt in Deutschland der Trinkwasserverordnung und kann ruhigen Gewissens als gesund eingestuft werden. Die Gewinnung des Leitungswassers erfolgt aus Grundwasser, das nach einer Aufbereitung im Wasserwerk an die Haushalte weitergeleitet wird. Weist das Grundwasser Belastungen durch Pestizide oder andere Schadstoffe auf, werden diese beseitigt. Die Qualität des deutschen Leitungswassers ist dadurch sehr gut und es kann ohne Bedenken als Trinkwasser genutzt werden. Problematisch können laut Stiftung Warentest jedoch Verunreinigungen durch Leitungen im Haus selbst sein, die womöglich Metalle oder Kunststoffe an das Wasser abgeben.
Wenn du dich nicht auf die Angaben deines lokalen Wasserversorgers verlassen oder mögliche Verunreinigungen durch die Leitungen im Haus ausschließen möchtest, kannst du unter wassertest-online.de dein Wasser im Labor testen lassen. Dabei nimmst du zu Hause eine Probe aus dem Wasserhahn, die du anschließend in ein Labor sendest und einen ausführlichen Bericht über die Qualität des Wassers zurückerhältst. Dadurch kannst du sichergehen, dass dein Leitungswasser keine Schadstoffe enthält.

