Geheimdienst-Trick: Ukraines geschicktes Täuschungsmanöver gegen den Kreml
Vor wenigen Tagen gelang dem ukrainischen Militärgeheimdienst HUR ein besonders ausgeklügeltes Manöver, das inmitten des anhaltenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland für Aufsehen sorgt. Ende Dezember inszenierte der Geheimdienst den vermeintlichen Tod von Denis Kapustin, dem Kommandeur des russischen Freiwilligenkorps RDK, der an der Seite der ukrainischen Truppen gegen die russische Invasion kämpft.
Das überraschende 'Comeback' Kapustins, präsentiert durch Geheimdienstchef Kyrylo Budanow in einem Video, stellt einen weiteren strategischen Coup in diesem komplexen geopolitischen Schachspiel dar. Durch diese geschickte Täuschung konnte der HUR nicht nur die mutmaßlichen Planer eines Attentats innerhalb des russischen Geheimdienstes entlarven, sondern sicherte auch ein von Moskau ausgesetztes Kopfgeld in Höhe von 500.000 US-Dollar.
Diese Mittel sollen nun direkt in die Verteidigung der Ukraine fließen. Bemerkenswert ist, dass es an unabhängigen Bestätigungen dieser Darstellung mangelt – ein Umstand, der in Kriegszeiten nicht ungewöhnlich ist, das Gesamtbild für Außenstehende jedoch komplizierter macht.
Bereits am 27. Dezember hatte das russische Freiwilligenkorps den Tod Kapustins bei einem Drohnenangriff in der Region Saporischschja verkündet und Vergeltung für den vermeintlich gefallenen Führer angekündigt. Das RDK ist bekannt dafür, in der Vergangenheit zeitweilig die Kontrolle über russische Gebiete erlangt zu haben.
Mit diesem Trick ist dies nicht das erste Mal, dass der ukrainische Geheimdienst Aufsehen erregt. Bereits 2018 wurde ein ähnliches Szenario genutzt, um vermeintliche Attentäter zu entlarven, nachdem der Tod des kremlkritischen Journalisten Arkadi Babtschenko inszeniert wurde.

