Gefahr unter dem Weihnachtsbaum: DPMA warnt vor Produktfälschungen
Im Vorfeld der diesjährigen Weihnachtseinkäufe rückt das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) mit einer eindringlichen Warnung an die Öffentlichkeit: Die Flut von gefälschten Produkten, die ihren Weg aus verschiedenen Ländern nach Europa findet, könnte auch in der heimischen Geschenkeflut landen. Laut DPMA-Präsidentin Eva Schewior kosten Produkt- und Markenpiraterie den deutschen Unternehmen jährlich Milliarden und haben schwerwiegende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. "Originale sollten unter dem Weihnachtsbaum liegen, nicht ihre minderwertigen Kopien," mahnt Schewior und setzt auf das Verantwortungsbewusstsein der Konsumenten.
Dieser Aufruf erfolgt nicht ohne Grund: Aktuelle Daten der Europäischen Organisation für geistiges Eigentum (EUIPO) unterstreichen die Dringlichkeit der Lage. Demnach wurden allein im Jahr 2024 in der Europäischen Union und an deren Grenzen 112 Millionen gefälschte Produkte im Wert von insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro beschlagnahmt – ein unheilvoller Rekordwert.
Besonders eifrig kopiert werden laut den Statistiken Raubkopien von CDs und DVDs, einschließlich Software. Diese machen über ein Drittel der sichergestellten Fälschungen aus. Es folgen Spielwaren und Kleidung als weitere beliebte Kategorien im Fälschungsmetier. Dabei bleibt China, trotz aller internationalen Bemühungen, Hauptursprungsland dieser Produkte. Über 40 Prozent der beschlagnahmten Artikel in Europa stammen von dort, was den chinesischen Anteil deutlich hervorhebt.

