Gaza-Krieg: US-Regierung zeigt sich vorsichtig optimistisch - Freilassung weiterer Geiseln in Aussicht
Nach intensiven Gesprächen über eine mögliche neue Feuerpause im Gaza-Krieg und die Freilassung weiterer Geiseln hat sich die US-Regierung heute vorsichtig optimistisch gezeigt. John Kirby, der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, erklärte in Washington, dass zwar noch nicht über ein bevorstehendes Abkommen gesprochen werden könne, aber aufgrund der kürzlichen Gespräche das Gefühl bestehe, dass es in die richtige Richtung gehe. Es gebe jedoch noch viel zu tun.
Vertreter der USA, Israels, Ägyptens und Katars hatten am vergangenen Wochenende in Paris beraten und wollen die Gespräche in dieser Woche fortsetzen. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf US-Regierungskreise, dass US-Unterhändler einen Entwurf erarbeitet hätten, basierend auf Vorschlägen Israels und der Hamas. Der Deal könnte vorsehen, dass die Hamas mehr als 100 Geiseln freilässt und Israel dafür sein militärisches Vorgehen im Gazastreifen für etwa zwei Monate einstellt. In einer ersten Phase sollen die Kämpfe für 30 Tage pausieren, währenddessen will die Hamas weibliche, ältere und verletzte Geiseln freilassen. Gleichzeitig sollen beide Seiten über eine zweite Phase verhandeln, in der israelische Männer und Soldaten, die noch als Geiseln gehalten werden, für weitere 30 Tage freigelassen würden.
Im Vergleich zur siebentägigen Feuerpause im November, während der Geiseln und inhaftierte Palästinenser ausgetauscht wurden, würden die Kampfhandlungen diesmal länger ruhen. Die Hamas hatte am 7. Oktober bei ihrem brutalen Angriff auf Israel etwa 240 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Bei diesem Massaker wurden schätzungsweise 1200 Menschen getötet. Israel reagiert seitdem mit einer groß angelegten Boden- und Luftoffensive im Gazastreifen gegen die Hamas. Derzeit befinden sich noch rund 130 Menschen in der Gewalt der Islamisten. (eulerpool-AFX)

