Gastgewerbe in der Klammer: Preisanpassungen können Umsatzrückgang nicht aufhalten
Deutschlands Gastwirte und Hoteliers mussten im ersten Quartal erkennen, dass auch Preiserhöhungen nicht ausreichten, um ihren Umsatz entscheidend zu steigern. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts lagen die nominalen Umsätze von Januar bis März lediglich um 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bereinigt um die Preissteigerungen zeigt sich ein reales Minus von 3,4 Prozent zum Ende des Quartals.
Der März brachte erneuten Gegenwind: Im Vergleich zum Februar sanken die Umsätze kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent, sowohl real als auch nominal. Ein kleines Trostpflaster bot das Catering-Geschäft, das sich zumindest nominal etwas besser entwickelte als Gastronomie und Beherbergungsbetriebe.
Inmitten dieser Herausforderungen plant die derzeitige schwarz-rote Regierungskoalition eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen im Gastronomiebereich von 19 auf 7 Prozent, die ab dem 1. Januar 2026 greifen soll. Ob dies jedoch zu einer ersehnten Reduktion der Preise auf den Speisekarten führen wird, bleibt abzuwarten. Die Branche war bereits während der Corona-Pandemie durch einen reduzierten Steuersatz entlastet worden, doch der erhoffte Durchbruch lässt bislang auf sich warten.

