Galeria-Zentrale zieht von Essen nach Düsseldorf: Ein Umzug mit Geschichte
Der Warenhauskonzern Galeria plant den Umzug seiner Unternehmenszentrale von Essen nach Düsseldorf, der zum 1. September abgeschlossen sein wird. Die Sprecherin des Unternehmens bestätigte, dass das gesamte Service Center mit derzeit 690 Mitarbeitenden in die bekannte Immobilie "RWI 4" im Stadtteil Unterbilk ziehen wird. Der Standort unweit des Düsseldorfer Medienhafens wurde 1974 errichtet und soll Galeria näher an seine Innenstadtfilialen bringen.
Bereits im Zuge der Insolvenz im vergangenen Jahr hatten die neuen Eigentümer diesen Umzug nach Düsseldorf angekündigt. Die Wahl des neuen Standorts spiegelt das Bestreben wider, als Handelsunternehmen in direkter Nähe zu pulsierenden städtischen Zentren zu operieren. Die bisherige Zentrale in Essen-Schuir, die einst als Hauptverwaltung von Karstadt diente, ist ein Bauwerk von historischer Bedeutung. Entworfen vom Düsseldorfer Architekten Walter Brune, zeugt der Komplex von einer bewegten Unternehmensgeschichte.
Der Komplex, der ursprünglich aus drei und später vier Gebäuden bestand, war einst Arbeitsplatz für rund 3.000 Menschen. Seit 2017 steht der Ursprungsbau unter Denkmalschutz und ist ein bedeutender Teil der regionalen Geschichte. Trotz des Umzugs bleibt die Bushaltestelle "Karstadt Hauptverwaltung" bestehen – ein dauerhafter Hinweis auf die Vergangenheit des Standorts.
Während Teile des Komplexes heute von der Landespolizei genutzt werden, wirft der Leerstand nach Galerias Wegzug Fragen über die zukünftige Nutzung der freien Flächen auf. Die Immobilie gehörte zuletzt zur insolventen Signa-Gruppe unter René Benko, doch über die kommende Nutzung ist derzeit nichts bekannt.

