Fusion in der Milchindustrie: Arla und DMK auf dem Weg zur europäischen Marktführerschaft
In einem bedeutenden Schritt Richtung Konsolidierung in der europäischen Milchindustrie haben die Molkereigenossenschaften Arla und DMK grünes Licht von ihren Mitgliedern für eine geplante Fusion erhalten. Beide Organisationen haben kürzlich in getrennten Versammlungen die Zustimmung ihrer Milchbauern eingeholt.
Bei DMK versammelten sich über 200 Landwirte in Hannover, um über die Fusion zu entscheiden. Diese Fusion zwischen der deutschen DMK Group und dem dänisch-schwedischen Molkereiriesen Arla Foods wurde erstmals im Februar ins Auge gefasst und verspricht die Schaffung der größten Molkereigenossenschaft Europas.
Geplant ist, dass das fusionierte Unternehmen künftig unter dem etablierten Namen Arla agieren wird. Der finale Schritt zur Fusion steht jedoch noch aus: die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde. Diese Entscheidung wird frühestens bis Ende März des kommenden Jahres erwartet, womit beide Unternehmen vorerst weiterhin getrennt operieren.
Mit dieser Fusion würden über 12.000 Landwirte zu einer gemeinsamen Genossenschaft zusammengeführt. DMK bringt rund 4600 Landwirte aus Deutschland und den Niederlanden mit, die Marken wie Milram, Humana, Osterland und Alete umfassen.
Arla steuert etwa 7600 Landwirte aus verschiedenen Ländern – darunter Dänemark, Schweden, Großbritannien, Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Niederlande – bei. DMK hat seine Wurzeln im niedersächsischen Zeven, während Arla im dänischen Viby ansässig ist, dem zukünftigen Hauptsitz der vereinten Genossenschaft.
Gemeinsam erreichen die beiden Unternehmen einen beeindruckenden Jahresumsatz von knapp 19 Milliarden Euro und beschäftigen fast 28.700 Mitarbeiter.

