Frühjahrsfröste: Glimpflichere Aussichten für die Obsternte
Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass die jüngsten Fröste in Deutschland weniger Schaden angerichtet haben als im Vorjahr. Joerg Hilbers, Geschäftsführer der Fachgruppe Obstbau, äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die aktuelle Situation nicht mit der des Jahres 2024 vergleichbar sei, als späte Fröste im April erhebliche Ernteausfälle verursachten.
Trotz bundesweiter Frostnächte zeigt sich, dass die Knospen derzeit in einem kälteunempfindlicheren Stadium sind, was ihre Widerstandsfähigkeit erhöht. Hilbers betonte allerdings, dass Pfirsich- und Aprikosenernten wohl Schaden genommen haben, wobei es sich hierbei eher um Randkulturen handelt. Eine klare Aussage über potenzielle Schäden an Apfel-, Kirsch- und Zwetschgenbäumen lässt sich derzeit noch nicht treffen.
Um ihre Ernten zu schützen, setzen die Obstbauern weiterhin auf bewährte Methoden wie Beregnungsanlagen und Warmluftgebläse. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für die kommende Nacht gebietsweise leichten Frost, während im Nordosten, an den Küsten sowie in west- und südwestdeutschen Ballungszentren frostfreie Bedingungen erwartet werden. Die Temperaturen könnten dort auf null bis minus vier Grad fallen.

