Friedrich Merz plant drastische Reduktion der Asylbewerberzahlen in Deutschland
In einem kürzlich geführten Interview hat Friedrich Merz, der als wahrscheinlicher nächster Bundeskanzler gehandelt wird, seine Absicht bekundet, die Zahl der neuen Asylbewerber in Deutschland deutlich zu senken. Mit klaren Worten machte der CDU-Vorsitzende deutlich, dass die aktuelle Belastung für Städte, Gemeinden und die Infrastruktur an ihre Grenzen stößt und eine Zahl von unter 100.000 neuen Anträgen pro Jahr angestrebt wird.
Um dieses Ziel zu erreichen, plant die neue Regierung, wie im Koalitionsvertrag festgelegt, eine Rückführungsoffensive und die Aussetzung des Familiennachzugs. Von besonderer Relevanz ist für Merz die Durchsetzung der Zurückweisung von Asylbewerbern an den Landesgrenzen, eine Maßnahme, die bereits in Abstimmung mit benachbarten Staaten wie Österreich steht.
Die Zusammenarbeit mit diesen Ländern scheint dabei auf eine positive Resonanz zu stoßen, da gemeinschaftliche Interessen zur Problemlösung vorhanden sind. Letztes Jahr hatten rund 229.751 Menschen Asyl in Deutschland beantragt – ein bedeutender Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Während der Koalitionsverhandlungen hatte Merz bereits geäußert, dass er die Aufnahme von maximal 100.000 Flüchtlingen jährlich für tragbar halte. Diese Position brachte ihm Kritik von SPD-Chef Lars Klingbeil ein, der der Union populistische Ansätze vorwarf.

