Friedensbemühungen im Südlibanon: Konfliktparteien ziehen sich zurück
Nach der kürzlich verhandelten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat die libanesische Armee ihre Präsenz im Südlibanon ausgeweitet. Bilder der libanesischen Streitkräfte zeigen, wie Armeefahrzeuge in Kolonnen die Straßen der Region bevölkern.
Begleitet wurden diese Schritte von der Ankündigung der Armee, sämtliche notwendigen Maßnahmen zur Wahrung des Friedens zu ergreifen, stets in enger Kooperation mit der UN-Beobachtermission Unifil. Zur Stabilisierung der Region sollen im Rahmen der Waffenruhe libanesische Soldaten im Grenzgebiet stationiert werden.
Ein entscheidender Punkt der Vereinbarung sieht den Rückzug der Hisbollah-Kämpfer hinter den Litani-Fluss vor, wo die internationale Gemeinschaft ihre dauerhafte Stationierung erwartet. Interessanterweise ist die libanesische Armee nicht als Kriegspartei in die Auseinandersetzungen mit dem israelischen Militär involviert.
Die Zivilbevölkerung des Südlibanon ist von der Situation direkt betroffen, da das Militär Geduld von den Bewohnern fordert. Vor einer Rückkehr in ihre Heimatorte sollen die Menschen den Abzug der israelischen Streitkräfte gemäß der Feuerpause abwarten.
Die Straßen in Richtung Süden sind seit dem Morgen von vollgepackten Fahrzeugen gesäumt, die Rückkehrer aus dem gesamten Libanon transportieren. Längere Rückstaus sind sowohl in sozialen Medien als auch im arabischen Fernsehen sichtbar, während parallel ein israelischer Militärsprecher auf X darauf hinwies, dass Bewohner bestimmter Evakuierungszonen vorerst nicht heimkehren sollten.

