Fresenius trotzt dem Sturm: Stabilität in unsicheren Zeiten
In einem schwachen Marktumfeld, das den DAX um mehr als zwei Prozent einbrechen ließ, zeigten die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius überraschend Widerstandskraft. Am Freitagvormittag bewegte sich der Kurs mit 47,20 Euro nahezu unverändert und erwies sich als Fels in der Brandung eines von Unsicherheiten geprägten Marktes. Dieses Durchhaltevermögen ist vor allem dem Interesse an defensiven Werten sowie einem optimistischen Kommentar der Bank JPMorgan zu verdanken.
Der JPMorgan-Analyst David Adlington brachte Licht ins Dunkel der Bedenken über die Krankenhaustochter Helios und betonte, dass die Ängste vieler Anleger übertrieben seien. Trotz weniger idealer Zukunftspläne der Bundesregierung für Krankenhausausgaben sieht er ein positives Kostenerstattungsumfeld, das den besten Rahmen seit langer Zeit für die Branche bildet.
Die vergangenen Tage hatten jedoch auch für Fresenius einige Turbulenzen bereitgehalten. Nach einem Rückgang von fast fünf Prozent wurde deutlich, dass die Bemühungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge auch Spuren hinterlassen. Das Reorganisationspaket des Kabinetts, das hauptsächlich auf Kosteneinsparungen im Klinikbereich setzt, dämpfte den Optimismus kurzzeitig.
Dennoch zeigt sich Fresenius mit einem Plus von rund 40 Prozent im bisherigen Jahresverlauf als dynamischer Marktteilnehmer. Angetrieben wird dieser Aufwärtstrend insbesondere durch den zukunftsorientierten Konzernumbau unter der Leitung von Michael Sen, der dem Unternehmen weiterhin Auftrieb zu geben scheint.

