Fresenius Medical Care: Kursrückgang trotz solider Restrukturierungspläne
Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) setzen ihren Abwärtstrend fort und verzeichnen am Mittwoch einen weiteren Rückgang. Am Nachmittag fielen sie um 4,5 Prozent auf 45,18 Euro und reihten sich damit erneut am unteren Ende des DAX ein.
Das jüngste Chartbild zeigt eine deutliche Eintrübung. Nachdem der Aktienkurs bereits seit dem Erholungsgewinn nach dem Zollschock im April stark gefallen war, beläuft sich der Verlust nun auf etwa 60 Prozent. Kritisch wird der Bereich um die 45-Euro-Marke betrachtet, da hier das sogenannte 61,8-Prozent-Retracement verläuft. Dieses Niveau zu halten, könnte aus technischer Sicht entscheidend sein, um eine weitere Verschlechterung zu vermeiden.
Grund für das Unbehagen der Investoren ist der enttäuschende Kapitalmarkttag des Dialyseanbieters am Dienstag, bei dem klare mittelfristige Umsatzziele vermisst wurden. Außerdem haben sich einige Anleger vom geplanten Aktienrückkaufprogramm mehr erhofft.
Dennoch findet die Analystin Lisa Bedell Clive von Bernstein Research optimistische Worte: Sie sieht im aktuell niedrigen Kursniveau eine Kaufgelegenheit und hebt die seit Dezember 2022 unter der Führung von Chefin Helen Giza laufenden Restrukturierungsmaßnahmen positiv hervor. Die langfristigen Finanzziele bis 2030 gelten als stabil, und der vage Ausblick, bedingt durch Volumensorgen im Zusammenhang mit neuen Abnehmmedikamenten, sollte langfristig kein bedeutendes Hindernis darstellen.

