Frei äußert Skepsis gegenüber gemeldetem US-Friedensplan für Ukraine
Kanzleramtschef Thorsten Frei von der CDU hat in einem Interview Kritik am kolportierten US-Friedensplan für die Ukraine geübt. Laut Frei könnten die Vorschläge den Anschein erwecken, als würde Russlands Präsident Wladimir Putin Ziele verwirklichen können, die militärisch bisher unerreichbar blieben. Ein derartiges Resultat sei, so Frei, inakzeptabel.
Berichte der "Financial Times", die sich auf Informanten aus dem Verhandlungsumfeld beziehen, beschreiben einen Friedensplan, der unter Federführung der USA und Russlands ausgehandelt wurde. Dieser Plan fordert demnach den vollständigen Rückzug der ukrainischen Truppen aus den umstrittenen Gebieten Donezk und Luhansk und eine Halbierung der ukrainischen Armee.
Dabei betreffen die Forderungen auch Landstriche, die Russland bisher nicht einnehmen konnte. Die südliche Frontlinie soll laut Berichten stabil gehalten werden.
In den europäischen Hauptstädten waren diese Pläne weitgehend unbekannt. EU-Kreise in Brüssel bestätigten zwar Gespräche der USA mit beiden Konfliktparteien, vom konkreten Friedensplan habe man allerdings noch nichts gesehen. Auch Frei gab an, dass ihm der Plan bis dato nicht bekannt gewesen sei.

