Frauen in Deutschland: Sicherheitsgefühle im öffentlichen Raum im Fokus
Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, durchgeführt im Auftrag der Funke Mediengruppe, offenbart beunruhigende Zahlen: Eine deutliche Mehrheit der Frauen in Deutschland empfindet nach wie vor ein mangelndes Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum. Ganze 55 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie sich an keinem der zur Auswahl stehenden öffentlichen Orten, wie etwa Straßen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Parks, sicher fühlen. Besonders schlecht schneiden Clubs und Bahnhöfe ab, wo nur ein geringer Anteil von 14 Prozent der Frauen sich sicher fühlt. Doch das Gefühl der Unsicherheit beschränkt sich nicht nur auf Frauen: Auch insgesamt zeigt die Umfrage, dass fast jeder Zweite, also 49 Prozent der Befragten, unabhängig vom Geschlecht, angibt, sich an den genannten öffentlichen Orten nicht sicher zu fühlen. Die repräsentative Umfrage von Civey befragte im Zeitraum vom 23. bis 27. Oktober 5.000 Personen ab 18 Jahren.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat unlängst die Debatte um öffentliche Sicherheit und Migration neu entfacht. Er betonte, die Bundesregierung arbeite daran, die Fehler der Vergangenheit in der Migrationspolitik zu korrigieren und Fortschritte zu erzielen, dennoch bleibe das Stadtbild vielerorts problematisch. Merz führte aus, dass vermehrt Rückführungen ermöglicht und durchgeführt werden müssten. Auf Nachfrage konkretisierte der Kanzler, dass insbesondere Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus, welche nicht arbeiteten und sich nicht an die deutschen Regeln hielten, Probleme bereiten würden.
Die Kommunikation des Kanzlers im Hinblick auf die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum stößt auf geteilte Resonanz. Laut der Umfrage sehen 47 Prozent der Befragten die Äußerungen von Merz positiv, während 42 Prozent eine eher negative Sichtweise vertreten.

