Fraport plant Dividendenausschüttung und blickt optimistisch in die Zukunft

Der renommierte Flughafenbetreiber Fraport möchte erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie den Aktionären wieder eine Dividende zukommen lassen. Im Rahmen des vom Aufsichtsrat abgesegneten Wirtschaftsplans für das Jahr 2026 sieht das Unternehmen eine Ausschüttung von einem Euro je Aktie für 2025 vor.
Trotz dieser erfreulichen Nachricht für Anleger prognostiziert Fraport aufgrund gestiegener Abschreibungen einen deutlichen Rückgang des Gewinns im kommenden Jahr. Die Bekanntmachung wurde auf dem Börsenparkett anfänglich mit einem Kursanstieg begrüßt, doch folgte schnell Ernüchterung: Die Fraport-Aktie verzeichnete am frühen Nachmittag einen Rückgang von etwa einem Prozent auf 70,05 Euro, eine der wenigen Abwärtsbewegungen im insgesamt festen MDax. Dennoch kann sich die Wertentwicklung im bisherigen Jahresverlauf, mit einem Zuwachs von rund 18 Prozent, durchaus sehen lassen.
Bereits in den vergangenen Monaten hatten Fraports Vorstandschef Stefan Schulte und Finanzchef Matthias Zieschang einen Wiedereinstieg in die Dividendenausschüttung für 2025 signalisiert. Die nun geplante Dividendenhöhe übertrifft die Erwartungen der Analysten mehr als doppelt. Die Dividendenaussetzung erfolgte 2020, in Zeiten globaler Reisebeschränkungen, die den Luftverkehr nahezu lahmlegten.
Während der Flugverkehr inzwischen wieder an Fahrt aufgenommen hat, führten umfangreiche Investitionen, wie der Bau neuer Terminals in Frankfurt und Lima, zu einem Anstieg der Schulden. Insbesondere das neue Terminal 3 in Frankfurt, dessen Eröffnung für den 22. April 2026 geplant ist, wird Fraport aufgrund von Abschreibungen und Zinsaufwendungen stark belasten. Dennoch soll der freie Barmittelzufluss 2026 eine positive Wendung erfahren, was Fraport die finanzielle Freiheit geben soll, sowohl Dividenden zu zahlen als auch Schulden abzubauen.
Langfristig strebt Fraport an, 40 bis 60 Prozent des auf die Aktionäre entfallenden Gewinns in Form von Dividenden auszuschütten. Vorrangig soll jedoch zunächst der Schuldenabbau vorangetrieben werden.
Die letzte Dividende hatte Fraport im Jahr 2019 geleistet, wobei die Anteilseigner damals zwei Euro je Aktie erhielten. Größte Nutznießer der geplanten Dividendenausschüttung sind das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die gemeinsam über die Hälfte der Fraport-Anteile halten.

