Fraport-Aktien auf Höhenflug: Anleger zeigen sich unbeeindruckt von Prognoseanpassung
Die Fraport-Aktien haben sich am Dienstag von ihrer besten Seite gezeigt und ihren höchsten Stand seit 2018 erreicht, indem sie auf 79,60 Euro kletterten. Diese bemerkenswerte Entwicklung markiert das erste Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, dass die Aktien wieder solche Höhen erklommen haben. Bis zum Mittag stiegen die Papiere der Betreiber des Frankfurter Flughafens um fast 11 Prozent und erweiterten damit ihr Jahresplus auf beeindruckende 36 Prozent. Im Vergleich dazu hat der MDax, welcher die werthaltigen mittelgroßen Unternehmen abbildet, lediglich um 14 Prozent zugelegt.
Eine Umstellung des Jahresziels für die Passagierzahlen erwies sich als wenig störend für die Investoren, da diese Anpassung im Einklang mit den Schätzungen stand, wie Ashish Khetan von der Citigroup kommentierte. Elodie Rall von JPMorgan bestätigte diese Einschätzung und betonte darüber hinaus die positive Entwicklung der freien Barmittel als ermutigendes Signal.
Die operativen Ergebnisse des dritten Quartals wurden einhellig gelobt. Selbst nach der Bereinigung um einen positiven Sondereffekt lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) noch immer über den Erwartungen, was die Stärke der aktuellen Strategie unterstreicht. Trotz dieser erfreulichen Finanzzahlen betrachtet ein Experte das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken auf dem aktuellen Kursniveau dennoch als unattraktiv.

