Frankreich droht Shein mit Zugangsverbot wegen fragwürdiger Produktauswahl
Die französische Regierung hat deutliche Worte gegenüber dem Online-Einzelhändler Shein gefunden, nachdem auf dessen Plattform umstrittene Produkte entdeckt wurden. Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure betonte im Sender RMC, dass das Angebot von Sexpuppen im Kinderstil eine klare Überschreitung der Akzeptanzgrenze darstellt. Er warnte, dass die Regierung im Wiederholungsfall das Zugangsverbot von Shein auf dem französischen Markt umsetzen werde.
Die Vorwürfe wurden durch die Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherangelegenheiten und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) unter die Lupe genommen. Deren Untersuchung ergab, dass die Beschreibung und Klassifizierung der Produkte auf Shein erheblich anstößig seien und keinen Zweifel an deren kinderpornografischem Charakter ließen. Daher wurde die Justiz über den Sachverhalt unterrichtet. Ermittlungen sollen Klarheit bringen, während Minister Lescure die Illegalität dieser beunruhigenden Artikel unterstrich.
In Reaktion auf die Vorwürfe hat Shein prompt mitgeteilt, die beanstandeten Produkte umgehend von der Plattform entfernt zu haben. Sprecher Quentin Ruffat erklärte auf X, dass die Situation mit äußerster Dringlichkeit behandelt werde. Die Inhalte seien vom Unternehmen als völlig unakzeptabel eingestuft worden und widersprächen den Unternehmenswerten. Maßnahmen zur Korrektur seien unverzüglich eingeleitet worden.

