Ford unter Druck: Milliardenbelastung durch Importzölle erwartet
Die traditionsreiche US-Automarke Ford sieht sich mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert, ausgelöst durch die von Präsident Donald Trump verhängten Importzölle. Diese Abgaben auf in die USA eingeführte Fahrzeuge und Autoteile könnten das bereinigte operative Ergebnis des Unternehmens für dieses Jahr um rund 1,5 Milliarden Dollar belasten, wie Ford in seinem jüngsten Quartalsbericht mitteilte. Angesichts der unklaren Zukunft des Handelsumfelds verzichtet der Konzern vorerst auf detaillierte Prognosen.
Trumps Zölle von 25 Prozent betreffen importierte Autos und Bauteile, wenngleich Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada sowie Übergangsphasen für US-Produzenten einige Erleichterungen bieten. Dennoch hatten amerikanische Autobauer bereits vor langfristigen negativen Effekten gewarnt. Experten gehen inzwischen von unvermeidlichen Preisanpassungen aus.
Im zurückliegenden Quartal verzeichnete Ford einen Umsatzrückgang von fünf Prozent im Jahresvergleich, was einem Gesamtwert von 40,7 Milliarden Dollar entspricht. Zudem brach der Nettogewinn dramatisch auf 471 Millionen Dollar ein, verglichen mit 1,33 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Besonders betroffen war die Verbrenner-Sparte, deren operativer Gewinn von 901 Millionen Dollar auf lediglich 96 Millionen Dollar absackte. Ford führt dies auf einen absehbaren Rückgang der Produktionszahlen sowie ungünstige Währungseinflüsse zurück. Auch das Ergebnis im Segment der Nutzfahrzeuge sank um 56 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar, was unter anderem auf einen planmäßigen Produktionsstopp zurückgeführt wird. Erfreulichere Nachrichten gab es aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge: Hier konnte Ford seinen operativen Verlust von über 1,3 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 849 Millionen Dollar reduzieren.

