Flugzeugabsturz in der Türkei: Tragischer Verlust eines libyschen Generals

Nach einem schwerwiegenden Flugzeugabsturz in der Nähe von Ankara hat die türkische Regierung rasch gehandelt und den Stimmenrekorder sowie den Flugdatenschreiber geborgen. Die zuständigen Behörden haben bereits eine umfassende Untersuchung zur genauen Klärung der Absturzursache eingeleitet, wie der türkische Innenminister Ali Yerlikaya bestätigte. Die Maschine, ein Privatflugzeug des Typs Falcon 50, war kurz nach dem Start in Ankara in Schwierigkeiten geraten und verlor etwa 80 Kilometer südlich der Hauptstadt den Funkkontakt. Die Trümmer verteilten sich über ein Gebiet von rund drei Quadratkilometern, und mehr als 400 Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Teile zu bergen.
Auch ein Expertenteam aus Libyen ist mittlerweile vor Ort. Unter den acht Todesopfern befand sich Mohammed al-Haddad, der Generalstabschef der international anerkannten libyschen Regierung in Tripolis. Al-Haddad spielte eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung Libyens und der Förderung von Frieden und Stabilität im Land.
In der direkten Folge des Sturzes von Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrschen in Libyen nach wie vor Spannungen zwischen verschiedenen Fraktionen, wobei die Türkei als Schlüsselsupporter der Tripolis-Regierung agiert. 2019 unterstützte Ankara diese mit militärischen Mitteln gegen eine Offensive aus dem Osten. Die UN-Mission in Libyen sprach von einer 'großen Tragödie' und würdigte die wichtigen Beiträge Al-Haddads zur Waffenruhe im Jahr 2020 und seinen unermüdlichen Einsatz für ein starkes, geeintes Libyen.

