Flugverkehr in Kopenhagen durch Drohnensichtung gestört: Ermittlungen laufen
Der Luftraum über dem Flughafen Kopenhagen wurde in einer dramatischen Wendung für mehrere Stunden gesperrt, nachdem dort größere Drohnen gesichtet wurden. Dies führte nicht nur zu erheblichen Störungen für Passagiere aus und nach Deutschland, sondern auch zu einer intensiven Untersuchung durch die Kopenhagener Polizei. Der leitende Ermittler Jens Jespersen vermutet hinter dem Vorfall einen kompetenten Akteur, möglicherweise mit Übungsabsichten. Bisher konnte jedoch noch keine konkrete Identität festgestellt werden, und auch mögliche Verbindungen zu Russland bleiben Spekulation.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Gespräch mit der IWF-Chefin Kristalina Georgieva auf die Verletzung des Nato-Luftraums hingewiesen und eine entschlossene Reaktion der internationalen Staatengemeinschaft gefordert. Er betonte die Notwendigkeit des Handelns gegen aggressive Provokationen, um weitere Zwischenfälle zu verhindern.
Die Sperrung des Flughafens hielt rund vier Stunden an und brachte etwa 100 Flüge zum Erliegen. Dies betraf insgesamt rund 20.000 Passagiere, wobei auch zahlreiche Flüge von und nach Deutschland gestrichen wurden. Angesichts der Störung wurde auch von weiteren Verzögerungen am Dienstag ausgegangen.
Parallel dazu wurde über eine ähnliche Drohnensichtung am Flughafen Oslo-Gardermoen berichtet. Jedoch ist noch unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen gibt. Diese neuen Herausforderungen treten inmitten einer Serie von Vorfällen auf, die den europäischen Luftverkehr erschüttert haben, darunter auch jüngste Cyberangriffe auf Flughäfen wie Berlin, Brüssel und London Heathrow.

