Flughafen Düsseldorf: Transatlantische Turbulenzen und optimistische Prognosen
Der Flughafen Düsseldorf spürt die Auswirkungen eines sogenannten 'Trump-Effekts', der zu einem Rückgang der Passagierzahlen auf Nordatlantikflügen geführt hat. Flughafenchef Lars Redeligx zeigt sich dennoch zuversichtlich und erläuterte, dass die Bedingungen für eine Wiederaufnahme von Direktverbindungen in die USA zurzeit unsicher seien. Vor der Pandemie existierten mehrere Direktflüge in die Vereinigten Staaten, deren Wiederaufnahme derzeit unvorhersehbar ist.
Bei der Präsentation der Geschäftsergebnisse 2024 verkündete Redeligx erfreuliche Zahlen: Erstmals seit der Pandemie wurden über 20 Millionen Fluggäste verzeichnet, was einem Anstieg von etwa 4,8 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Die Flugbewegungen nahmen ebenfalls um 2,7 Prozent auf 155.600 zu. Für das Jahr 2025 erwartet der Flughafen rund 21 Millionen Passagiere.
Co-Geschäftsführer Pradeep Pinakatt hob bei der Pressekonferenz auf dem Euref-Campus hervor, dass der Jahresüberschuss für 2024 bei 13,6 Millionen Euro lag. In den kommenden zwei Jahrzehnten plant der Flughafen Investitionen von einer Milliarde Euro, um die Passagierprozesse und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die beliebte Besucherterrasse soll wieder zugänglich gemacht werden, sobald der Zugang umgebaut ist.
Zudem ist geplant, die Terrasse am Flughafenbahnhof in der zweiten Ferienhälfte zunächst an Wochenenden zu öffnen. Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen äußerte Redeligx Kritik an den hohen Standortkosten und staatlichen Regulierungen innerhalb Deutschlands, die 'unser Problem Nummer 1 sind'. Die erhöhten Steuern und Gebühren stünden im deutlichen Kontrast zu niedrigeren Kosten an anderen europäischen Standorten.
Daher liege Deutschland im Luftverkehr bei lediglich 85 Prozent des Vorkrisenniveaus, so Redeligx.

