Flügellahmer Sommer: Lufthansa trotz Passagierplus im operativen Abwind
Die Deutsche Lufthansa musste sich auch im sonnendurchfluteten dritten Quartal mit Turbulenzen abfinden, die vor allem durch sinkende Ticketpreise und steigende Kosten verursacht wurden. Trotz einer erfreulichen Steigerung der Passagierzahlen um drei Prozent auf beinahe 42 Millionen, blieb der operative Gewinn, bereinigt um Sonderposten, im Vergleich zum Vorjahr auf der Strecke und sank um ein Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor war ein negativer Steuereffekt, der den Überschuss um bemerkenswerte 12 Prozent auf 966 Millionen Euro schmelzen ließ. Doch der Kranich bleibt optimistisch: Für das Gesamtjahr rechnet das MDax-notierte Unternehmen mit einem bereinigten operativen Gewinn, der den Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro deutlich überflügeln soll.
Der Umsatz des Konzerns erfreute sich im gleichen Zeitraum eines Aufwindes von vier Prozent und stieg auf 11,2 Milliarden Euro. Die Kundennachfrage auf Nordatlantikrouten sowie der kräftige Wettbewerb im Europäischen Flugraum drückten allerdings die Sitzplatzauslastungserlöse um 2,2 Prozent nach unten. Gleichzeitig zeigen die Sparmaßnahmen Wirkung, denn die Stückkosten abseits von Treibstoff stiegen lediglich um ein halbes Prozent. Dies lässt auf Rückendeckung beim Konzern hoffen, der weiterhin mit Hochdruck an fliegerischen Optimierungen arbeitet.

