Finanzinvestoren liebäugeln mit Gerresheimer – Spannende Übernahmepläne in der Verpackungsbranche
Die neugierigen Blicke der Finanzwelt richten sich auf Gerresheimer, denn die Finanzinvestoren Warburg Pincus und KPS ziehen eine Übernahme des Verpackungsriesen in Betracht. Laut Quellen, die der Nachrichtenagentur Bloomberg zugespielt wurden, könnte der Übernahmekurs bei mindestens 70 Euro pro Aktie liegen. Aber ob es tatsächlich zu einem Übernahmeangebot kommt, bleibt ungewiss. KPS soll ein besonderes Interesse an dem Glasformgeschäft von Gerresheimer haben, doch auch hier sind die Verhandlungen noch in einer offenen Phase.
Die Komplexität des Deals wird durch die unterschiedlichen Geschäftsfelder von Gerresheimer zusätzlich erschwert. Insidern zufolge könnten diese heterogenen Bereiche eine Einigung auf einen Kaufpreis komplizierter machen. Auch bleibt abzuwarten, ob Warburg Pincus und KPS sich tatsächlich auf einen angebotstauglichen Preis verständigen können. Beide Unternehmen haben sich gegenüber Bloomberg bedeckt gehalten und gaben bislang keine Kommentare ab.
Trotz der Unsicherheiten verzeichnete die Gerresheimer-Aktie nach Bekanntwerden der Überlegungen einen deutlichen Kursanstieg um 6,5 Prozent auf 64,95 Euro. Damit hat das Papier einen Teil der bisherigen Jahresverluste wettgemacht. Gerresheimer ist kein Unbekannter für Finanzinvestoren; das Unternehmen war in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Übernahmeplänen, die oft von einer möglichen Zerschlagung des Konzerns handelten. Vom Kosmetikbereich, der Verpackungen wie Tiegel und Fläschchen produziert, bis hin zur Pharmasparte mit Spezialverpackungen bleibt Gerresheimer ein spannendes Objekt für finanzielle Manöver.

