Finanzielle Rettung für Kliniken: Brandenburger Gesundheitsministerin fordert Bundesmittel
In Brandenburg steht die finanzielle Zukunft der Krankenhäuser auf dem Spiel, während die unabhängige Gesundheitsministerin Britta Müller eindringlich um dringend benötigtes Geld aus Bundesmitteln bittet. Ihrer Ansicht nach spielt der Bund eine entscheidende Rolle bei der Absicherung der Betriebskosten für Krankenhäuser. Diese gesetzlich verankerte Verpflichtung, die im Landtag in Potsdam thematisiert wurde, soll den Kliniken auf die Sprünge helfen.
Einige Kliniken haben bereits mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders betroffen ist das Naëmi-Wilke-Stift Guben, das ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ankündigte – ein Rückschlag, der bereits das Krankenhaus in Spremberg ereilte. Die Landeskrankenhausgesellschaft bleibt jedoch optimistisch und sieht Fortschritte.
Die teils kontroverse Krankenhausreform, seit Januar in Kraft, soll dazu beitragen, den finanziellen Druck abzubauen. Geplant ist, dass die Länder bis 2026 ihren Kliniken neue Leistungsgruppen zuweisen. Diese Umstellung auf ein neues Finanzierungssystem erfolgt schrittweise. Ab 2026 soll ein Transformationsfonds die Kliniken bei der Umwandlung zu medizinischen Versorgungszentren oder Leistungskonzentration unterstützen.
Auch die Opposition erhebt ihre Stimme. CDU-Gesundheitspolitikerin Ellen Fährmann fordert kurzfristige Landesmittel, um Arbeitsplätze zu sichern, und auch die AfD-Abgeordnete Daniela Oeynhausen sieht dringenden Handlungsbedarf. Doch der Zuspruch für das Förderprogramm des Landes bleibt, nach Aussagen der Ministerin, bislang gering.
Der Bedarf an Unterstützung wird weiterhin thematisiert, wobei das Interesse der Kliniken an bereits bestehenden Förderungen verhalten ist.

