FedEx trotzt Prognosen mit robustem Gewinnanstieg
Das Logistikunternehmen FedEx übertraf im letzten Quartal sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen der Wall Street. Dieser Erfolg ist vor allem den umfangreichen Kostensparmaßnahmen zu verdanken, die halfen, die Auswirkungen rückläufiger internationaler Volumen auszugleichen. Letzteres resultierte aus der Entscheidung der USA, die Zollbefreiungen für niedrigwertige Direktlieferungen zu beenden.
Im nachbörslichen Handel stiegen die FedEx-Aktien um etwa sechs Prozent, da Analysten ursprünglich mit einem niedrigeren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr rechneten. Grund hierfür war die Aufhebung der sogenannten "de minimis"-Befreiungen, die Lieferungen im Wert von unter 800 US-Dollar zollfrei in die USA einführen ließen.
Obwohl das Volumen der internationalen Prioritätslieferungen um zehn Prozent sank, stieg das durchschnittliche tägliche Volumen insgesamt um vier Prozent. Auch der Umsatz pro Paket legte um zwei Prozent zu. Im Rahmen eines Einsparprogramms von einer Milliarde US-Dollar für dieses Geschäftsjahr reduziert FedEx seine Betriebskosten durch die Stilllegung von Flugzeugen, die Schließung von Einrichtungen und die Zusammenführung einzelner Betriebseinheiten.
Für das am 31. August beendete erste Quartal meldete FedEx einen bereinigten Gewinn von 0,91 Milliarden US-Dollar oder 3,83 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahr betrugen diese Werte 0,89 Milliarden US-Dollar und 3,60 US-Dollar pro Aktie. Die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Gewinn von 3,59 US-Dollar pro Aktie rechneten, wurden somit übertroffen. Der quartalsweise Umsatz von 22,24 Milliarden US-Dollar lag ebenfalls über den geschätzten 21,66 Milliarden US-Dollar.
Dennoch bleibt der Ausblick verhalten optimistisch. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet FedEx ein Ergebnis je Aktie, das größtenteils unter den Schätzungen der Analysten liegt. Prognostiziert werden bereinigte Jahresgewinne zwischen 17,20 und 19,00 US-Dollar pro Aktie, geringfügig unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 18,21 US-Dollar.
Am 2. Mai beendete die US-Regierung die ein Jahrhundert alte "de minimis"-Befreiung für Pakete aus China und Hongkong. Diese machten etwa drei Viertel der rund 1,4 Milliarden Pakete aus, die jährlich unter diesem Programm in die USA kamen. Ab dem 29. August wurden die Ausnahmen für alle Länder aufgehoben.
FedEx verkündete zudem, im Quartal Aktienrückkäufe im Wert von 500 Millionen US-Dollar abgeschlossen zu haben und plant, seine Frachtdivision bis Juni 2026 auszugliedern.

