Fed zeigt Zuversicht: Inflationsziel in greifbarer Nähe, doch Unsicherheiten bleiben
Die Federal Reserve Bank of Richmond unter ihrem Präsidenten Tom Barkin bleibt zuversichtlich hinsichtlich ihres Ziels, die Inflation auf zwei Prozent zu senken. Trotz des ermutigenden Trends betont Barkin, dass die Zinsraten weiter restriktiv bleiben sollten, um den letzten "Meilenstein" zu erreichen.
Neue Daten zur Kerninflation – ohne Lebensmittel- und Energiekosten – zeigten im Dezember einen Anstieg von lediglich 0,2 Prozent, niedriger als erwartet. Dies folgt auf einen konstanten Anstieg von 0,3 Prozent in den vier vorhergehenden Monaten. Die Fed senkte ihren Leitzins zuletzt dreimal in Folge, wobei die ambitionierten Schritte von Barkin und Kollegen, wie Jerome Powell, nun durch einen gemächlicheren Tempoablauf ersetzt werden sollen.
Barkin erklärt zudem, dass die Unsicherheit der wirtschaftlichen Aussichten eine Herausforderung für die Fed-Politik darstellt und sich schwer abschätzen lässt, inwieweit die geplanten wirtschaftlichen Maßnahmen von Präsident-elect Donald Trump darauf Einfluss nehmen. Positive Nachrichten kamen vom Arbeitsmarkt: Die jüngsten Daten zeichnen ein erfreuliches Bild mit gestiegener Beschäftigung und gesunkener Arbeitslosenquote.
Für das Jahr 2025 erwarten Fed-Vertreter laut jüngstem Median-Ausblick zwei Zinssenkungen. Investoren gehen derzeit jedoch davon aus, dass die Raten auf der Sitzung Ende Januar unverändert bleiben.
Barkin äußerte sich auch zu den langfristigen Treasury-Renditen. Diese Entwicklung müsse nicht notwendigerweise die strategische Ausrichtung der Fed beeinflussen. Seiner Meinung nach spiegeln die steigenden Renditen keine veränderten Erwartungen hinsichtlich der kurzfristigen Fed-Strategie wider, sondern sind eher auf Angebot und Nachfrage am Treasury-Markt zurückzuführen.

