Fed signalisiert mögliche Leitzinssenkung: Märkte reagieren positiv
In einem unerwarteten Schritt hat der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, erstmals die Möglichkeit einer Senkung des Leitzinses ins Spiel gebracht. Auf der renommierten Notenbank-Konferenz in Jackson Hole, Wyoming, betonte Powell, dass die stabilen Arbeitsmarktzahlen der Vereinigten Staaten Raum für vorsichtige geldpolitische Maßnahmen lassen. Wenngleich die derzeitige restriktive Geldpolitik eine Dämpfung der wirtschaftlichen Aktivität bewirkt, könnte die veränderte Risikolandschaft eine Anpassung notwendig machen.
Zuletzt hatte die Fed den Leitzins Ende Juli unverändert zwischen 4,25 und 4,50 Prozent belassen, trotz des vehementen Drängens von Präsident Donald Trump auf eine Senkung. Trump hatte in der Vergangenheit häufig Kritik an Powell geäußert und sogar rechtliche Schritte wegen angeblich überhöhter Umstrukturierungskosten der Zentralbank erwogen.
Die Märkte reagierten prompt auf Powells jüngste Äußerungen. Der US-Dollar verlor an Wert, während die Renditen von US-Staatsanleihen sanken. Gleichzeitig verzeichneten die Aktienmärkte spürbare Gewinne, was auf die Erleichterung der Investoren hindeutet, die in der Aussicht auf eine unterstützende Geldpolitik liegt.

