Fed-Kapriolen bescheren Gold erneuten Wochengewinn
Die anhaltenden Flügelkämpfe der Federal Reserve bescherte dem Goldmarkt einen weiteren Wochenzuwachs, nachdem die erste Zinssenkung des Jahres durch die Zentralbank den Goldpreis beflügelte. Investoren warten nun gespannt auf die Inflationsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden sollen, um weitere Anhaltspunkte über den geldpolitischen Kurs in den Vereinigten Staaten zu erhalten.
Obwohl der Goldpreis knapp 20 Dollar unter dem Rekordhoch von letzter Woche lag, kam es zu Rückgängen, nachdem Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass zukünftige Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung getroffen würden. Dies dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle Lockerungspolitik. Zinssenkungen wirken sich positiv auf Gold aus, da es keine Zinszahlungen gibt.
Händler in Europa und den USA richten in dieser Woche ihre Aufmerksamkeit auf eine Reihe von Wirtschaftsdaten, vor allem auf den am Freitag erscheinenden Preisindex für persönliche Konsumausgaben in den USA, der das Bevorstehen weiterer Zinskürzungen untermauern könnte. Powell wird auch am Dienstag zur Lage der Wirtschaft sprechen.
Das Potenzial von zwei weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr beleuchtet die Bedeutung der geldpolitischen Maßnahmen der Fed für den Goldmarkt, der infolge dieser Entwicklungen einen Anstieg von 40% verzeichnete. Die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen wurde zusätzlich durch geopolitische Spannungen und die Auswirkungen von US-Handelspolitiken unter der Trump-Administration unterstützt, wobei auch vermehrte Zentralbankkäufe und höhere ETF-Bestände eine Rolle spielten.
Der Spot-Goldpreis legte zuletzt um 0,1% auf 3.688,40 Dollar pro Unze zu, während der Bloomberg Dollar Spot Index ebenfalls um 0,1% stieg. Silber und Platin zeigten keine Veränderungen, wohingegen Palladium zulegen konnte.

