Faszination Devisenmarkt: Euro kämpft um Stabilität angesichts globaler Einflüsse
Der Euro zeigte sich im frühen Handel am Donnerstag standhaft, oszillierend um die Marke von 1,16 US-Dollar. Zwar lag der Kurs zuletzt knapp unter dieser Schwelle, doch ist eine Stabilisierung nach den jüngsten Verlusten zu beobachten. Noch Ende letzter Woche konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,17 Dollar halten. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1587 Dollar fest.
Ein weiterer Anstieg der Ölpreise beschäftigte die Marktteilnehmer, nachdem die USA Sanktionen gegen bedeutende russische Öl-Akteure verkündeten. Das daraus resultierende Inflationsrisiko führte zu steigenden Renditen am US-Anleihenmarkt, was den Dollar zusätzlich stützte. Trotz dieser Bewegungen blieben die währungstechnischen Veränderungen insgesamt verhalten.
"Der Euro bleibt gegenüber dem Dollar schwach", konstatierten Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Aus Sicht der Marktanalysten sind Verkaufssignale weiterhin präsent.
Auf Datenseite wird es ab Freitag spannend: Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, Frankreich und der gesamten Eurozone, ebenso wie die Verbraucherpreise aus den USA, versprechen neue Impulse. Trotz des teilweisen Verwaltungsstillstands in den USA sollen die US-Inflationsdaten veröffentlicht werden.
Gleichwohl fehlen weiterhin wichtige Konjunkturdaten, insbesondere im Bereich des Arbeitsmarkts, was laut den Helaba-Fachleuten die Entscheidungsfindung der Federal Reserve erschwert. Je länger die Haushaltssperre andauert, desto größer sind die kurzfristigen wirtschaftlichen Risiken. Dennoch könnte diese Situation die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen erhöhen, so die Einschätzung der Helaba.

