Far Cry: Ubisoft plant radikale Multiplayer-Zukunft – Alle Infos & Gerüchte
Seit jeher steht der Name Far Cry für ein unverkennbares Versprechen: weitläufige, exotische Welten, charismatische Antagonisten und eine spielerische Freiheit, die im Einzelspieler-Modus ihre volle Pracht entfaltet. Doch am Horizont zeichnet sich eine seismische Verschiebung ab. Ubisoft-CEO Yves Guillemot hat nun eine Vision skizziert, die eine strategische Neuausrichtung signalisiert – weg von der reinen Solo-Erfahrung, hin zu einer Zukunft, in der der Multiplayer nicht nur eine Nebenrolle spielt, sondern die Hauptbühne erobert.
Die Vision der unendlichen Spielzeit
Auf der New Global Sport Conference in Saudi-Arabien sprach Guillemot Klartext über die zukünftige Marschroute. Das erklärte Ziel sei es, „die Multiplayer-Aspekte wesentlich prominenter zu forcieren, damit es von den Spielern über einen langen Zeitraum gespielt werden kann.“ Diese Aussage ist ein klares Manifest für Langlebigkeit und kontinuierliches Engagement, zwei Eckpfeiler moderner Live-Service-Titel. Es ist der Versuch, die fesselnde Sandbox von Far Cry in eine Arena zu verwandeln, in die Spieler immer und immer wieder zurückkehren – nicht nur für eine Geschichte, sondern für endlose Konfrontationen.
Ein Blick auf vergangene Experimente
Gänzlich neu ist der Mehrspieler-Gedanke im Far Cry-Universum natürlich nicht. Die Serie blickt auf eine bewegte Geschichte voller Experimente zurück. Far Cry 3 bot einen separaten Koop-Modus mit linearen Missionen, während Teil 4 den Spielern bereits mehr Freiheiten in einer gemeinsamen offenen Welt ließ. Mit dem vierten und fünften Ableger wagte man sich sogar an kompetitive Modi, nur um sie bei Far Cry 6 wieder zugunsten eines reinen Koop-Erlebnisses fallenzulassen. Die bisherigen Versuche wirkten oft wie ein nachträglicher Gedanke, eine Ergänzung zum mächtigen Einzelspieler-Kern. Guillemots neue Direktive zielt jedoch darauf ab, diesen Kern selbst zu transformieren.
Flüstern aus der Gerüchteküche
Während Ubisoft sich zu konkreten Projekten noch bedeckt hält, passen die aktuellen Gerüchte perfekt ins Bild dieser neuen Strategie. Neben der mutmaßlichen Entwicklung von Far Cry 7 (Codename: Blackbird), das mit neuen Bewegungsoptionen und einem Loot-System aufwarten soll, geistert ein weitaus radikaleres Projekt durch die Branche. Unter dem Codenamen „Maverick“ soll sich ein eigenständiger Extraction-Shooter in der Entwicklung befinden, der in einer fiktionalen Version von Alaska angesiedelt ist und gnadenlosen Permadeath beinhaltet. Berichten zufolge stößt dieses Vorhaben intern zwar auf eine gewisse Skepsis, doch es wäre die perfekte Verkörperung von Guillemots Vision. Die ursprünglichen Release-Pläne scheinen sich verschoben zu haben; jüngste Gerüchte deuten nun auf eine Veröffentlichung von Far Cry 7 im Jahr 2026 oder 2027 hin, was den Entwicklern die nötige Zeit für diese fundamentale Neuausrichtung geben könnte.


